Dienstag, 3. Januar 1984

Handballabteilung des VfL Oldesloe in Not

Es fehlen Mitarbeiter im Vorstand

(wh). Hilfe! Wir brauchen unbedingt Mitarbeiter, sonst können wir den Laden zumachen! Diesen Appell richtet der Vorstand der VfL-Handballabteilung an seine Mitglieder. Und es kneift ganz schön, wie aus einem Schreiben an die Handballfreunde hervorgeht, sowohl im Spielbetrieb als auch in der ehrenamtlichen Vereinsführung.

So werden ein stellvertretender Abteilungsleiter und ein Kassenwart bei der Hauptversammlung Ende Februar zu wählen sein, weil Helmut Gronewold und Manfred Fandrey ausscheiden. Dabei braucht die Handballabteilung nicht nur Nachfolger für diese beiden Vorstandsmitglieder, sondern es sind auch folgende Ämter vakant: technische Leiter für die Hallenorganisation und das Kampfgericht, Schiedsrichterwart, Kassenprüfer und Pressewart. Natürlich kommen für diese Ämter ebenso Frauen in Frage, auch für die „Feuerwehr“, die einspringen soll, wenn Not am Mann ist.

Im Übungsbetrieb werden noch Trainer, Betreuer und Schiedsrichter gesucht. Mag man sich bei den Trainern und Betreuern noch intern behelfen können, so hat der Mangel an Schiedsrichtern unter Umständen sehr gravierende Folgen: Kann die VfL-Abteilung dem Verband nicht genügend Schiedsrichter melden, werden nicht alle Mannschaften der Erwachsenen spielen dürfen. Derzeit schickt der VfL 17 Mannschaften in den Spielbetrieb.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.1.1984

 

Freitag, 13. Januar 1984

Können die VfL-Damen zu neuem Pokal-Höhenflug ansetzen?

(mth). Erster Handball-Höhepunkt des neuen Jahres in der Oldesloer Stormarnhalle ist am Sonnabend um 18.30 Uhr das Damen-Pokalspiel in der ersten Hauptrunde auf Regionalebene zwischen der Oberliga-Vertretung des VfL Oldesloe und der Regionalliga-Mannschaft SC Germania List-Hannover. Für den VfL könnte diese Begegnung bei positivem Ausgang Startpunkt zu einem ähnlichen Pokal-Höhenflug wie im letzten Jahr werden, als man Regionalligisten gleich serienweise ausschaltete und erst von der Spitzenmannschaft VfL Engelskirchen zu stoppen war.

Allerdings klingen die Nachrichten aus der Oldesloer Renommiermannschaft nicht sonderlich positiv. Es ist höchst ungewiß, ob die Truppe morgen in ihrer Bestbesetzung antreten kann. Dennoch will man sich gegen den klassenhöheren Gegner so teuer wie möglich verkaufen. Ein gutes Abschneiden gegen die starke Mannschaft aus der niedersächsischen Landeshauptstadt, die in der Regionalliga schon viele Jahre eine gute Rolle spielt, würde den Stormarnerinnen sicherlich auch viel Auftrieb für die kommenden schweren Punktspiele geben, denn noch hat sie auch dort, trotz der Niederlage im letzten Spiel des alten Jahres in Neustadt die Hoffnung auf den Meistertitel in der Oberliga nicht ganz aufgegeben. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.1.1984

 

Sonnabend, 14. Januar 1984

VfL Oldesloe – SC Germania List 18:13 (9:5)

Neuer Pokal-Höhenflug bahnt sich an

Die ersatzgeschwächten VfL-Damen ließen dem SC List keine Chance

(mth). Mit so arg großen Hoffnungen war die Damenhandballmannschaft des VfL Oldesloe eigentlich nicht in das Pokalspiel in der ersten Runde auf Regionalebene gegen die Regionalliga-Mannschaft des SC Germania List-Hannover gegangen.

Mit Martina Scheel, Andrea Hasenberg (beide Urlaub), Susanne Paetz und Katja Schoppenhauer (beide verletzt) fehlten gleich vier Stammspielerinnen der Oberliga-Mannschaft und auch Antje Schütt – Mitglied in den beiden Meistermannschaften des VfL –‚ die von ihrem Heimatverein SV Todesfelde nun wieder zu den Oldesloerinnen zurückgekehrt ist, mußte auf der Bank Platz nehmen, denn sie wird erst in Kürze für den VfL spielberechtigt.

Zu allem Überfluß fehlte schließlich auch noch Trainer Ulli Meyer, der eine langgebuchte Urlaubsreise genießt. Aber Dieter Petersen, Coach der zweiten VfL-Damenmannschaft, vertrat ihn glänzend und er hatte auch hervorragenden Ersatz aus seiner Mannschaft mitgebracht. Birgit Horn und Silke Lauschke konnten dieses in Kurzeinsätzen zwar nicht so recht zeigen, dafür aber wirkte Kerstin Hennig in mehr als 50 der 60 Minuten mit und sie gehörte zweifellos zu den Stützen der Mannschaft.

Aber der Reihe nach: Eine Chance auf eine Fortsetzung des Pokal-Höhenfluges der Oldesloerinnen schien sich schon vor Spielbeginn anzubahnen, denn es hieß, auch Germania List hätte nicht seine Bestbesetzung zur Verfügung. Nachzuprüfen war das für uns zwar nicht, aber der Spielverlauf deutete doch in diese Richtung.

Aber damit soll die hervorragende Leistung des VfL – und nun müssen wir die Katze ja langsam aus dem Sack lassen – in der mit nur knapp 100 Zuschauern eher spärlich besetzten Stormarnhalle nicht geschmälert werden. Der VfL hatte in der Partie jederzeit die Führung und damit das Heft fest in der Hand und siegte am Ende deutlich mit 18:13 (9:5). Schon in den Anfangsminuten zeigten die VfL-Damen, wer Herr im Haus ist.

Ehe die Gäste in der neunten Minute zu ihrem ersten Tor kamen, führte der VfL durch Tore von Wiebke Rickert, Jeanette Müller, die einen Siebenmeter verwandelte, und Andrea Güldenpfennig schon mit 3:0 und bald nach dem ersten Gegentor erhöhte Mannschaftsführerin Anja Müller auf 4:1. Damit hatten sich beim VfL, wie sich beim Schlußpfiff herausstellte, schon alle Torschützinnen herauskristallisiert. Diese vier Spielerinnen teilten sich nämlich die gesamte Ausbeute.

Wiebke Rickert gefiel dabei mit drei schönen Treffern von der Außenposition schon in der ersten Halbzeit, Jeanette Müller erwies sich mit vier verwandelten Strafwürfen als sichere Siebenmeterwerferin und auch Anja Müller hätte es leicht auf mehr als drei Treffer bringen können, hätte nicht Pech mit Pfosten und Latte weitere Erfolge verhindert und wäre auch ihr zweiter Siebenmeter im Netz gelandet.

Überragende Torwerferin mit acht Treffern aber war wieder einmal Andrea Güldenpfennig. Sie hielt sich in der ersten Halbzeit, als sie spielerisch schon glänzte, als Torwerferin noch zurück (zwei Treffer, davon ein Siebenmeter), aber in den letzten 17 Minuten war sie von den Listerinnen nicht mehr zu bremsen und erzielte die letzten sechs Treffer für den VfL in Serie. Den Schlußpunkt setzte sie dabei eine Minute vor dem Abpfiff mit einem tollen Heber nach einem Tempogegenstoß.

Neben den erfolgreichen Torwerferinnen sollen aber die anderen Spielerinnen sich nicht zurückgesetzt fühlen, Ganz bestimmt nicht Torhüterin Gudrun Fandrey, die ganze Serien von Schüssen abwehrte. Aber auch Petra Payka und die schon erwähnte Kerstin Hennig hatten maßgeblichen Anteil am Erfolg.

Hannelore Tresemer und Bettina Witten kamen wie Birgit Horn und Silke Lauschke nur zu Kurzeinsätzen und Martina Pusch wurde gar nur für einen Siebenmeter ins Tor eingewechselt, aber auch sie freuten sich am Ende über den hochverdienten Erfolg über einen sicherlich etwas enttäuschenden Gegner. Die Anhänger der VfL-Damenmannschaft können sich aber in jedem Fall noch wieder auf einen heißen Pokalfrühling einrichten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.1.1984

 

Freitag, 20. Januar 1984

(mth). … Heimrecht hat am Sonntag um 15 Uhr in der Stormarnhalle die Damen-Oberliga-Mannschaft. Die Truppe von Trainer Ulli Meyer trifft auf die Turnerschaft aus Bad Bram-stedt. Nach der hervorragenden Leistung am letzten Wochenende im Pokal kann man der Mannschaft einen neuerlichen Sieg zutrauen, zumal von den Spielerinnen, die am letzten Wochenende fehlten, einige wieder mit von der Partie sind. Erstmals wieder im VfL-Trikot wird Antje Schütt spielen, deren Sperre nach dem Wechsel vom SV Todesfelde zum VfL nun abgelaufen ist.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.1.1984

 

Sonntag, 22. Januar 1984

VfL Oldesloe – Bramstedter TS 23:15 (11:6)

TS Bad Bramstedt war für die VfL-Damen nur ein Sparringspartner

(mth). Das erste Punktspiel des neuen Jahres war für die Oberliga-Damenmannschaft des VfL Oldesloe nicht mehr als ein leichter Aufgalopp für die Rückrunde. Der Gegner, TS Bad Bramstedt, wurde sicher mit 23:15 (11:6) besiegt, so daß die Truppe von Trainer Ulli Meyer nun wieder auf dem zweiten Tabellenplatz hinter dem TSV Altenholz rangiert. …

Die eigentliche Überraschung in diesem Spiel präsentierte Trainer Ulli Meyer den Zuschauern bereits mit der Mannschaftsaufstellung. Nach dreijähriger Abwesenheit kehrte die A-Jugend-Meisterin von 1979 und 1980, Antje Schütt, vom SV Todesfelde (Bezirksliga) zum VfL Oldesloe zurück. Sie feierte mit drei sehenswerten Toren einen guten Einstand.

Beim VfL spielten auch erstmals wieder nach mehrmonatiger Verletzungspause Andrea Hasenberg (Daumenbruch) und Katja Schoppenhauer (Armbruch) mit. Dafür muß Trainer Meyer vorläufig auf Martina Scheel (Kniebanddehnung) und Susanne Paetz (Handprellung) verzichten.

Die VfL-Truppe präsentierte sich in hervorragender Verfassung. Bereits nach fünf Sekunden holte Andrea Hasenberg einen Siebenmeter heraus, den Jeanette Müller sicher verwandelte. Nach bereits 15 Minuten führten die VfLerinnen schon hoch mit 8:2. Die Bramstedterinnen spielten sehr hart. Andrea Güldenpfennig verwandelte drei Siebenmeter in Folge. Zur Pause führten die Oldesloer Damen mit 11:6.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte löste Martina Pusch Torhüterin Gudrun Fandrey ab. Beim Stand von 13:8 konnte sie einen Siebenmeter halten. Trotz Unterzahl, Wiebke Rickert mußte eine Zeitstrafe absitzen, bauten Jeanette Müller (Rückraum), Andrea Hasenberg (Siebenmeter) und Andrea Güldenpfennig (Tempogegenstoß) den Vorsprung auf 16:8 aus. Den Schlußpunkt setzte Bettina Witten mit einem Aufsetzer von Rechtsaußen. Die Tore für den VfL warfen: Anja Müller (2), Andrea Güldenpfennig (8). Jeanette Müller (4), Petra Payka (2), Bettina Witten (2). Andrea Hasenberg (2) und Antje Schütt (3). Außerdem spielten Wiebke Rickert und Katja Schop-penhauer.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.1.1984

 

Freitag, 27. Januar 1984

Die VfL-Damen in der 2. Pokalrunde bei HSG Hamburg

(mth). In der zweiten Hauptrunde auf Regionalebene im DHB-Vereinspokal trifft die Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe morgen um 19.30 Uhr in der Halle Tegelsbarg in Hamburg-Poppenbüttel auf HSG Hamburg. Die Hamburgerinnen spielen in der ersten Hamburger Division, die vergleichbar mit der schleswig-holsteinischen Oberliga ist. Trainer Ulli Meyer muß in dieser Begegnung auf Andrea Güldenpfennig und auf Martina Scheel verzichten. Dennoch ist man im VfL-Lager zuversichtlich, in der Hansestadt gut abschneiden zu können.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.1.1984

 

Sonnabend, 28. Januar 1984

HSG Hamburg – VfL Oldesloe 14:15 (5:7)

Die VfL-Handballdamen sind wieder in der Pokalrunde auf Bundesebene

(st) Die Handball-Damen des VfL Oldesloe sorgen auch in diesem Jahr im Pokalwettbewerb für Furore. In der letzten Pokalrunde auf Regionalebene besiegte die Truppe von Trainer Ulli Meyer die HSG Hamburg (1. Hamburger Division) mit 15:14 und zieht damit, wie im letzten Jahr, in die erste Runde des Pokalwettbewerbs auf Bundesebene ein. Auf wen die Oldesloerinnen dann treffen, steht noch nicht fest. Die Auslosung dafür findet erst am 9. Februar in Dortmund in der DHB-Geschäftsstelle statt. Der Sieg der Oldesloer Damen in Hamburg war um so bemerkenswerter, als die Mannschaft auf ihre Leistungsträgerin Andrea Güldenpfennig verzichten mußte.

Die VfLerinnen hatten in Hamburg einen glänzenden Start. Antje Schütt und Jeanette Müller erzielten mit zwei Toren aus dem Rückraum die Führung. Hamburg konnte lediglich einmal zum 3:3 ausgleichen. Jeanette Müller warf die Tore zum 3:1 und 4:3. Ein sehr gutes Spiel machte auch Katja Schoppenhauer. Sie war nicht zu halten (5:3, 7:3, 8:5).

Nach dem Pausenstand von 7:5 kam die HSG Hamburg besser ins Spiel, sie verkürzten auf 7:8. Susanne Paetz (Siebenmeter) und Anja Müller (Fallwurf) erhöhten auf 11:8. Petra Payka setzte sich auf der Außenposition zum 12:9 durch. Dann die vorentscheidende Phase: Katja Schoppenhauer bekam wegen Foulspiels eine Zwei-Minuten-Strafe. Trotz Unterzahl konnten aber Susanne Paetz und Mannschaftsführerin Anja Müller auf 14:9 erhöhen. Torhüterin Martina Pusch konnte beim Stand von 14:10 einen Siebenmeter halten! Im Gefühl des sicheren Sieges ließ die VfL Deckung sehr nach. HSG Hamburg verkürzte auf 13:14.

In der dramatischen Schlußphase erzielte Andrea Hasenberg den wichtigen Treffer zum 15:13. Nach einem krassen Fehler bekam Susanne Paetz zwei Minuten und einen Siebenmeter gegen sich. Hamburg verwandelte zum 14:15 Anschluß. Aber die Zeit war für den VfL. Viel Jubel beim Schlußpfiff. Die Truppe um Trainer Ulli Meyer hatte den Einzug in die erste DHB-Haupt-runde geschafft.

Der VfL spielte mit: Gudrun Fandrey und Martina Pusch (im Tor), Andrea Hasenberg (2 Tore), Antje Schütt (1), Petra Payka (2), Wiebke Rickert, Katja Schoppenhauer (3), Anja Müller (2), Jeanette Müller (3/1), Bettina Witten und Susanne Paetz (2/1).

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.1.1984

 

Freitag, 10. Februar 1984

(mth). … Die VfL-Damenvertretung tritt beim TSV Kremperheide (Spielbeginn Sonnabend 16 Uhr) an und müßte eigentlich leicht und locker zu einem Sieg kommen können.

Die nächste ganz große Aufgabe für die Truppe von Trainer Ulli Meyer steht im übrigen seit gestern auch fest. In der ersten Runde des Pokalwettbewerbs auf Bundesebene trifft der VfL in 14 Tagen auf den Berliner Regionalligisten VfB Humboldt. Die Oldesloerinnen haben dabei Heimrecht, wie die Auslosung gestern in der DHB-Zentrale in Dortmund ergab. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.2.1984

 

Sonnabend, 11. Februar 1984

Damen-Oberliga

TSV Kremperheide – VfL Oldesloe 16:16 (12:7)

Von den VfL-Leistungsmannschaften enttäuschten nur die Damen etwas

(mth). … Unentschieden spielte die VfL-Damenmannschaft beim TSV Kremperheide. Die Oldesloerinnen konnten dabei mit dem Punkt noch sehr zufrieden sein, denn über weite Strecken des Spiels hatte es nach einer Niederlage ausgesehen. Weitere Punktverluste dieser Art darf sich die VfL-Damenmannschaft nun aber nicht mehr erlauben, sonst geht auch noch der zweite Oberligaplatz – an den ersten wagt ohnehin niemand zu denken – verloren. Die VfL-Damen haben aber bereits am Dienstag bei der Lübecker Turnerschaft (Spielbeginn ist um 20.30 Uhr) Gelegenheit, sich für ihre eher schwache Vorstellung in Kremperheide zu rehabilitieren. …

Programmgemäß führten die VfL-Damen beim abstiegsgefährdeten TSV Kremperheide mit 2:0, 4:2 und 5:3. Doch dann „flippten“ die beiden Unparteiischen völlig aus. Sie hatten die Begegnung zu keiner Zeit im Griff. Wahllos verteilten sie Siebenmeter und Zwei-Minuten-Strafen gegen den VfL. Kremperheide nahm nun das Heft in die Hand, Andrea Güldenpfennig wurde für den Rest der Spielzeit kurz gedeckt und zur Pause führten die Gastgeberinnen sensationell mit 12:7.

Für die zweite Halbzeit hatten sich die VfL-Damen viel vorgenommen. Trainer Ulli Meyer gab pausenloses Tempospiel als Marschroute aus. Das Spiel wurde dramatisch. Der VfL konnte auf 9:12 verkürzen, aber drei Spielerinnen konnten jeweils einen Siebenmeter nicht im Kremperheider Tor unterbringen. Nun kam der große Auftritt von Torhüterin Gudrun Fandrey. Nacheinander konnte sie drei Siebenmeter in glänzender Manier halten.

Tor um Tor holten die VfLerinnen nun auf und konnten in der spannenden Schlußphase erstmals wieder zum 15:15 ausgleichen. Eine Minute vor dem Spielende mußten sie das 15:16 hinnehmen. Große Aufregung herrschte nach dem Schlußpfiff. Sekunden vorher hatte Wiebke Rickert einen schnell ausgeführten zum 16:16-Ausgleich verwandelt. Die Kremperheider wollten einen Regelverstoß gesehen haben und gingen den Schiedsrichtern „an den Kragen“. Es half ihnen aber nicht mehr.

Es spielten: Gudrun Fandrey, Wiebke Rickert (1 Tor), Andrea Hasenberg (4), Andrea Güldenpfennig (6), Anja Müller, Katja Schoppenhauer, Bettina Witten, Petra Payka (3). Antje Schütt und Jeanette Müller (2).

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.2.1984

 

Donnerstag, 16. Februar 1984

Lübecker Turnerschaft – VfL Oldesloe 17:16

(mth). … Nachdem am letzten Wochenende nur mit viel Glück ein Remis glückte, verlor die Truppe von Trainer Ulli Meyer ihr Nachholspiel bei der Lübecker Turnerschaft mit 16:17.

Die Niederlage in der Hansestadt war dabei für die Oldesloerinnen so überflüssig wie ein Kropf. Der VfL lag abgesehen von der 1:0-Führung der Gastgeberinnen und einem 7:7-Gleichstand kurz vor der Pause ständig in Führung – zwischenzeitlich beim 12:8 sogar mit vier Toren Vorsprung – und führte auch noch fünf Minuten vor dem Abpfiff mit 16:14, aber angesichts des sicher scheinenden Sieges ließ die Mannschaft die Zügel schleifen und fing sich als Strafe noch drei Tore durch Tempogegenstöße ein.

Andrea Güldenpfennig (8), Andrea Hasenberg (2), Susanne Paetz, Jeanette Müller, Anja Müller, Petra Payka, Antje Schütt und Katja Schoppenhauer erzielten in dieser Begegnung die VfL-Tore.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.2.1984

 

Freitag, 17. Februar 1984

Endlich wieder ein Sieg für die Oldesloer Damen?

(mth). So dicht gedrängt wie am letzten Wochenende, als alle 17 Mannschaften im Einsatz waren, ist das Programm der Handballabteilung des VfL Oldesloe an diesem Wochenende zwar nicht, aber es gibt doch eine ganze Reihe interessanter Spiele, an denen auch alle drei Teams beteiligt sind, die oberhalb der Kreisebene spielen.

Heimrecht genießt davon nur die Damen-Oberliga-Mannschaft, die am Sonntag um 15 Uhr auf die zweite Mannschaft des KSV Holstein Kiel trifft. Die Oldesloerinnen befinden sich ganz offenbar in einer ziemlichen Formkrise. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.2.1984

 

Sonntag, 19. Februar 1984

Damen-Oberliga

VfL Oldesloe – Holstein Kiel II 17:16

Erfolg für die Damen

(mth). Die drei leistungshöchsten Mannschaften der Handballabteilung des VfL Oldesloe kamen am Wochenende durchweg zu Erfolgen. Am leichtesten fiel dabei erwartungsgemäß der seit Wochen in hervorragender Form befindlichen weiblichen A-Jugend der Erfolg. Beim abstiegsgefährdeten TSV Büsum gewannen die Oldesloerinnen, die in der Tabelle weiterhin Fünfter sind, mit 26:16. Weit weniger gut in Schuß ist die VfL-Damenmannschaft, die drei Tage nach der überraschenden 16:17-Niederlage bei TS Lübeck reichlich Mühe hatte, um Schlußlicht KSV Holstein Kiel II nun mit dem gleichen Ergebnis zu bezwingen. Die Kielerinnen allerdings stellten sich in der Stormarnhalle weit stärker vor, als ihr Tabellenstand aussagt. …

Die VfL-Damen sind von ihrer Bestform im Moment ziemlich weit entfernt. Dieser Eindruck wurde auch in der Begegnung gegen die Kielerinnen deutlich. Der VfL führte nur in der Anfangsphase gelegentlich, ohne dabei sonderlich zu überzeugen. Gegen die erstaunlich starken Kielerinnen lag der VfL dann auch prompt mit 5:6 zur Halbzeit zurück. Als der Gast in den ersten drei Minuten nach dem Wechsel diesen Vorsprung sogar auf 8:5 ausbauen, mußte man für den VfL eigentlich schwarz sehen.

Für gut zehn Minuten fand die Truppe von Trainer Ulli Meyer dann endlich besser zu ihrem Spiel und wandelte diesen Rückstand in einen 14:12-Vorsprung um, aber gelaufen war es für sie damit noch lange nicht. Sechs beziehungsweise vier Minuten vor dem Abpfiff führte mit 15:14 und 16:15 noch einmal der Gast aus Kiel, ehe Jeanette Müller und Wiebke Rickert dann doch noch für den doppelten Punktgewinn sorgten.

Die Torschützen beim VfL: Jeanette Müller (4/3), Andrea Hasenberg (4), Antje Schütt (3), Katja Schoppenhauer (2), Anja Müller, Andrea Güldenpfennig und Wiebke Rickert. Ansonsten kamen noch Petra Payka, Elsbeth Fahrenkrog (Neuzugang vom SV Todesfelde) und Torhüterin Gudrun Fandrey, die mit einer hervorragenden Leistung Hauptanteil am Sieg hatte, zum Einsatz.

Am Sonnabend dieser Woche werden sich die Oldesloerinnen erheblich steigern müssen, wenn sie im Pokalspiel gegen VfL Humboldt Berlin (Meister der Berliner Regionalliga) eine reelle Chance haben wollen, aber in wichtigen Spielen hat sich die VfL-Renommiertruppe ja eigentlich noch immer zu steigern gewußt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.2.1984

 

Freitag, 24. Februar 1984

Der Berliner Regionalliga-Meister wird die VfL-Damen auf Herz und Nieren prüfen

(mth). Ein verhältnismäßig schmales Programm hat am Wochenende die Handballabteilung des VfL Oldesloe zu absolvieren, das einzige Heimspiel des Wochenendes aber hat es in sich. In der ersten Runde des DHB-Pokalwettbewerbs auf Bundesebene – in ganz Deutschland sind noch 24 Mannschaften im Rennen – trifft die Damen-Oberliga-Mannschaft des VfL am Sonnabend um 18.30 Uhr in der Stormarnhalle auf den Meister der Berliner Regionalliga, VfL Humboldt Berlin.

Die Gäste haben sich in Berlin bereits vier Spieltage vor Saisonschluß den Meistertitel in der Berliner Regionalliga gesichert und haben als oberstes Saisonziel in dieser Saison den Aufstieg in die Bundesliga. Die Mannschaft setzt sich überwiegend aus ehemaligen Bundesligaspielerinnen des TSV Guts-Muts Berlin zusammen, und hat in ihren Reihen auch einige Spielerinnen der Reinickendorfer Füchse, mit denen die Oldesloerinnen ja seinerzeit bei den deutschen A-Jugend-Meisterschaften mehrfach die Klingen kreuzten.

Für den VfL wird das Pokalspiel also ein ganz dicker Brocken. Um so mehr, als sich die Truppe von Trainer Ulli Meyer in den letzten Punktspielen ja nicht gerade in Galaform präsentierte. Aber Punktspielbetrieb und Pokalwettbewerb waren für die Oldesloer Damen ja schon immer zwei verschiedene Paar Schuhe. Immer wieder hat sich die Mannschaft in Pokalspielen zu Höchstleistungen aufraffen können, und an besonders starken Gegnern ist die VfL-Mann-schalt um Andrea Güldenpfennig noch immer gewachsen.

Mit dem erneuten Vordringen in die erste Runde auf Bundesebene hat die Oldesloer Truppe ja ohnehin schon wieder einen hervorragenden Erfolg errungen, der ein wenig über das Abschneiden in der Punktrunde entschädigt. Dort hatte man sich ja eigentlich vorgenommen, ernsthaft um den Meistertitel mitzuspielen, aber der Meisterschaftszug ist für den VfL inzwischen abgefahren.

Deshalb wird man das Punktspiel am Sonntag um 14 Uhr beim TSV Breiholz, das man am Wochenende ebenfalls noch auszutragen hat, auch ganz hinten anstellen. Alle Konzentration gilt dem morgigen Pokalspiel und wir sind uns sicher, daß die Mannschaft, wird sie vom treuen Oldesloer Handballpublikum entsprechend unterstützt, sich achtbar aus der Affaire ziehen kann. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.2.1984

 

Sonnabend, 25. Februar 1984

VfL Oldesloe – VfL Humboldt Berlin 19:16 (9:7)

Der Vorjahreserfolg schon jetzt wiederholt

Tolle Leistungssteigerung der VfL-Damen:

19:16-Erfolg im Pokal gegen Berlins Meister VfL HumboIdt nach großem Kampf

(mth). Auf die Handball-Damenmannschaft des VfL Oldesloe ist im Pokalwettbewerb immer Verlaß! In den letzten Punktspielen in der Oberliga hatte die Truppe von Trainer Ulli Meyer nicht so recht zu überzeugen gewußt, ja, es lag nicht so ganz fern, der Mannschaft sogar eine echte Formkrise zu diagnostizieren.

Allein, von einer Krise kann und konnte wohl nur in dem Bereich gesprochen werden, den das Zauberwort des modernen Sports „Motivierung“ beschreibt. In der schleswig-holsteinischen Oberliga ist der Meisterschaftszug für die Oldesloer Damen abgefahren und die Punktspiele werden als kaum etwas mehr als lästige Pflichtaufgaben angesehen. Aber es gibt ja auch noch den Pokalwettbewerb und der hat sich seit mehr als eineinhalb Jahren als Lieblingskind der VfL-Handball-Damen entpuppt.

Unvergessen ist noch der imponierende Weg der Truppe um Andrea Güldenpfennig im letzten Jahr, als man erst in der zweiten Runde auf Bundesebene – damit die Runde der besten zwölf Mannschaften erreicht – von der Spitzenmannschaft VfL Engelskirchen aus dem Rennen geworfen wurde. Ein einmaliger Erfolg, so waren sich damals alle Betrachter in der Beurteilung einig, aber man hatte die Rechnung ohne den Wirt, die VfL-Mannschaft gemacht.

Auch in der Saison 1983/84 sorgt Truppe von Trainer Ulli Meyer im Pokal mit begeisternden Spielen für Furore und so weit wie im letzten Jahr ist sie nun auch wieder. Imponierend war ja schon wieder der Weg durch die Runden auf Landes- und Regionalebene gewesen, als man erst den Meisterschaftsrivalen TSV Altenholz (eine Woche nach einer deprimierenden Punktspielniederlage) und dann Regionalligaspitzenreiter Germania List ausschaltete.

Den vorläufigen Höhepunkt aber setzte die Mannschaft nun gegen den VfL Humboldt Berlin (schon jetzt Berliner Regionalliga-Meister und potentieller Bundesliga-Aufsteiger) in der ersten Runde auf Bundesebene. Nach einer hochdramatischen Partie, in der der VfL wieder einmal über sich hinauswuchs, gewann die Truppe von Trainer Ulli Meyer vor gut 400 Zuschauern schließlich mit 19:16 und zieht damit, wie im Vorjahr in die Runde der besten zwölf deutschen Mannschaften ein.

Wünschen wir ihr für die Auslosung viel Glück und ein gutes Los. Ein Gastspiel einer Bundesliga-Mannschaft in der Stormarnhalle wäre sicherlich nicht zu verachten. Vor der Mannschaft, die zuletzt in ihrem Umfeld reichlich mit Kritik bedacht wurde, aber ziehen wir schon jetzt unseren Hut. Sie ist wieder einmal über sich selbst hinausgewachsen und hat viele, viele Nörgler beschämt.

Das Spiel in der Stormarnhalle ließ an Spannung und Dramatik wirklich nichts zu wünschen übrig. Zunächst einmal dauerte es nach dem Anpfiff des Schiedsrichtergespanns Hünnecke/Hünnecke (Oyten) fünf Minuten, ehe Andrea Güldenpfennig mit einem erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstoß das erste Tor des Spiels warf. Sechzig Sekunden zuvor hatte ihre Mannschaftskollegin Jeanette Müller mit einem Siebenmeter, der vom Innenpfosten ins Feld zurücksprang, schon viel Pech gehabt.

Holz visierte wenig später auch Anja Müller an, aber dennoch gelang den Stormarnern der zweite Treffer durch Petra Payka noch weit vor dem ersten Tor der Berliner Gäste. Zehn Minuten mußten die Humboldt-Damen warten, ehe sie die glänzend aufgelegte Gudrun Fandrey zum 1:2 zum erstenmal bezwingen konnten.

Über Zwischenstände von 2:2 (13. Minute) und 3:3 (15. Minute) gingen die Berlinerinnen in der 18. Minute erstmalig mit 4:3 in Führung, aber auch davon ließ sich der VfL nicht beeindrucken. Gestützt auf eine sicherere und solide arbeitende Deckung und angetrieben von einer Andrea Güldenpfennig in Superform war der Spieß in Minutenschnelle wieder umgedreht und als am Ende Bilanz gezogen wurde, konnte man resümieren, daß der 4:3-Vorsprung für den Berliner Regionalliga-Meister seine einzige Führung im ganzen Spiel war.

In den letzten zehn Minuten vor dem Seitenwechsel spielte sich mit Antje Schütt noch eine weitere Oldesloer Spielerin in den Vordergrund. Sie traf bei fünf Wurfversuchen dreimal ins Netz und hatte so großen Anteil am 9:7-Pausenvorsprung. Den Zwei-Tore-Vorsprung konnte der VfL Oldesloe bis zur 50. Minute (16:14) verteidigen.

Zwischenzeitlich war die Führung in der 42. Minute sogar auf vier Treffer Differenz (14:10) angewachsen und da die Stormarnerinnen jedes Tempo mitgingen, schien der neuen Pokalsensation eigentlich nichts mehr im Wege zu stehen. Aber es wurde dann doch noch einmal eng. Über 16:15 (50. Minute) kamen die Berlinerinnen in der 53. Minute zum 16:16-Ausgleich und nun schien die Partie in der Tat noch zu kippen, denn die Gäste machten nun ihre letzten Reserven locker.

Aber der VfL hielt wacker dagegen und ihr Trainer Ulli Meyer pokerte hoch. Als es in der 55. Minute einen Siebenmeter gab, schickte er zur Exekution Susanne Paetz aufs Feld, die vorher und hinterher nicht eine Sekunde ins Spiel eingriff. Aber außer Jeanette Müller in der Anfangsphase hatte inzwischen auch Andrea Güldenpfennig (47; Minute) einen Siebenmeter ans Holz gesetzt – beide hatten jeweils einmal bei Strafwürfen aber auch getroffen –‚ und erneut wollte der VfL-Coach deren Nerven nicht strapazieren.

Susanne Paetz' Nerven aber hielten und ihrem Treffer ließ Andrea Hasenberg postwendend noch das 18:16 folgen. Von da an ging der VfL Humboldt auf Manndeckung über das gesamte Feld über, um das Blatt doch noch zu wenden. Aber die Oldesloerinnen ließen sich auch dadurch nicht mehr schrecken. Gudrun Fandrey wuchs noch einmal über sich hinaus und brachte die Gäste mit ihren Paraden schier zur Verzweiflung – sie hielt im Verlauf des Spiels nicht weniger als 18 zum Teil schwerste Würfe –, und der Jubel in der Stormarnhalle kannte keine Grenzen mehr, als Andrea Güldenpfennig ihre Glanzleistung in den Schlußsekunden mit einem tollen Alleingang und dem Treffer zum 19:16-Endstand krönte.

Mit Andrea Güldenpfennig (9 Tore) und Gudrun Fandrey sind die beiden Hauptstützen des Oldesloer Spiels schon genug gewürdigt worden. Aber es gab in den VfL Reihen überhaupt keinen Ausfall und noch mehrere Spielerinnen, die über sich hinauswuchsen. Wie Fandrey und Güldenpfennig spielten auch Andrea Hasenberg (1 Tor), Petra Payka (1 Tor) und Anja Müller (2 Tore) die 60 Minuten ohne Auswechselung durch und leisteten in Abwehr und Angriff Großartiges.

Aber auch Jeanette Müller (2 Tore), Antje Schütt (3 Tore), Wiebke Rickert und Katja Schoppenhauer brauchten sich nicht zu verstecken und vom erfolgreichen Auftritt von Susanne Paetz war schon die Rede. Martina Pusch und Elsbeth Fahrenkrog kamen erst beim Siegestaumel zum Einsatz, aber auch ihre Freude auf der Bank war deshalb nicht geringer.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.2.1984

 

Sonntag, 26. Februar 1984

TSV Breiholz – VfL Oldesloe 16:19 (10:10)

Kräfteverschleiß wurde deutlich, dennoch 19:16-Sieg in Breiholz

(mth). Einen Tag nach dem grandiosen Pokalsieg gegen VfL Humboldt Berlin mußte die Damen-Oberliga-Mannschaft der Handballabteilung dem VfL Oldesloe beim TSV Breiholz noch ein Punktspiel absolvieren. Der Zufall wollte es, daß die Begegnung mit dem gleichen Ergebnis wie am Vortag endete. Mit 19:16 behielt der VfL auch in diesem Spiel die Oberhand und damit konnte in der Oberliga der zweite Platz zurückerobert werden. Da der TSV Neustadt zur gleichen Zeit eine Niederlage kassierte, dürfte dem Vizemeistertitel der VfL-Damen nichts mehr im Wege stehen.

In der Begegnung in Breiholz machten sich naturgemäß die Anstrengungen vom Vortage merkbar. Insbesondere im ersten Spielabschnitt hatten die VfL-Spielerinnen Mühe, in Tritt zu kommen. Lange Zeit lagen die Breiholzerinnen dann auch in Führung (4:3, 6:4 und 10:8) und erst in den letzten drei Minuten vor dem Seitenwechsel konnte der VfL zum 10:10-Halbzeitstand ausgleichen.

In der zweiten Halbzeit aber ging der VfL gleich in der Anfangsphase trotz Unterzahl in Führung und diese Führung wurde bis zum Schluß nicht mehr abgegeben. Nachdem man zwischenzeitlich schon einmal mit 18:13 führte, kamen die Gastgeberinnen zwar noch auf 15:16 und 18:17 heran, der Sieg des VfL geriet deswegen aber nicht noch ernsthaft in Gefahr.

Am Treffersegen hatte Andrea Güldenpfennig mit zehn Toren wieder einmal entscheidenden Anteil. Auf je zwei Treffer brachten es Antje Schütt, Jeanette Müller, Andrea Hasenberg und Susanne Paetz. Einen Treffer steuerte Anja Müller bei. Außerdem kamen noch Wiebke Rickert, Katja Schoppenhauer, Elsbeth Fahrenkrog, Petra Payka und die beiden Torhüterinnen Gudrun Fandrey und Martina Pusch zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.2.1984

 

Dienstag, 28. Februar 1984

(mth). … Die Auslosung für die nächste Pokalrunde findet morgen in der DHB-Zentrale in Dortmund statt. In der zweiten Hauptrunde am 10./11. März sind im übrigen nicht nur noch die zwölf „Überlebenden“ der ersten Hauptrunde dabei, wie wir gestern irrtürmlich berichteten, hinzu kommen noch zwanzig Bundesligisten, die bisher noch nicht in den Wettbewerb eingegriffen haben. Bekommt der VfL, was wahrscheinlich ist, einen klassenhöheren Gegner zugelost, hat er in jedem Fall Heimrecht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.2.1984

 

Donnerstag, 1. März 1984

Diesmal kein Losglück

Die VfL-Damen müssen zum Verbandsligisten SSV Marienheide

(mth). Das Losglück hat die Handballdamen des VfL Oldesloe offensichtlich verlassen. Bei der gestrigen Auslosung der zweiten Hauptrunde des Pokalwettbewerbs auf Bundesebene in der DHB-Zentrale in Dortmund jedenfalls erwischten die Oldesloer Damen nicht gerade ein Traumlos. Die Chancen für ein Heimspiel standen für die Oldesloerinnen eigentlich 14:1, denn in dem Topf, aus dem die Paarungen gezogen wurden, waren 14 klassenhöhere Mannschaften als der VfL – zehn Bundesligisten, vier Regionalligisten – und nur eine klassenniedere Mannschaft, der nordrhein-westfälische Verbandsligist SSV Marienheide.

Und ausgerechnet diesen bekam die Truppe von Trainer Ulli Meyer zugelost. Nichts ist vorerst also mit einem attraktiven Bundesligisten in der Stormarnhalle. Da klassenniedere Mannschaften in dieser Runde noch automatisch Heimrecht haben – in den folgenden Runden entfällt dieser Vorteil für die „Kleinen“ –‚ muß sich die Mannschaft um Andrea Güldenpfennig am 10./11. März (der genaue Austragungstermin steht noch nicht fest) auf die Reise nach Marienheide machen.

Trainer Ulli Meyer war über das Los natürlich auch ein wenig enttäuscht. Verzagen allerdings will er deswegen nicht. „Pokallose muß man nehmen, wie sie kommen. Wir werden auch in Marienheide alle Anstrengungen unternehmen, um unsere Chance beim Schopfe zu packen“, ist seine Meinung dazu.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.3.1984

 

Freitag, 2. März 1984

Dichtgedrängtes Programm für die VfL-Handballer

(mth). Ein volles Programm haben am Wochenende die Handballmannschaften des VfL Oldesloe. Alle Heimspiele – und das ist an diesem Wochenende die Mehrzahl – werden dabei in der Heinrich-Vogler-Halle ausgetragen, denn die Stormarnhalle wird am Wochenende von den Narren mit Beschlag belegt. …

Um 17.45 Uhr trifft die Oberliga-Mannschaft der Damen auf TuS Lübeck 93. In der Form vom letzten Wochenende dürfte dem VfL in dieser Partie eigentlich nichts passieren, aber es wird darauf ankommen, wie ernst und konzentriert der VfL in diese Partie geht. In Gedanken beschäftigt man sich nämlich schon intensiv mit der nächsten Pokalbegegnung beim SSV Marienheide, das am 11. März um 11.15 Uhr in Marienheide (in der Nähe von Koblenz) stattfinden wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.3.1984

 

Sonnabend, 3. März 1984

Damen-Oberliga

VfL Oldesloe – TuS Lübeck 93 27:26 (13:11)

(hm/mth) … Die VfL-Damen taten sich gegen TuS Lübeck 93 recht schwer, ehe mit 27:26 der erwartete Sieg feststand. Am nächsten Wochenende im Pokal wird der VfL wieder eine bessere Form zeigen müssen, wenn man noch eine Runde weiterkommen will. Die weibliche A-Jugend schließlich unterstrich mit einem 21:27-Erfolg über TS Riemann Eutin ihre derzeit gute Form. Die Mannschaft hat es durchaus noch in der Hand, den fünften Tabellenplatz noch erheblich zu verbessern. …

Ungewöhnlich viele Tore für Damenmannschaften fielen in der Heinrich-Vogler-Halle. Daß statt wie gewohnt in der Stormarnhalle in dieser Halle gespielt wurde, brachte den Oldesloerinnen nicht unbedingt einen Heimvorteil. Der TuS Lübeck 93 bot dem VfL contra. Lange Zeit sah es nicht nach einem Sieg aus, wäre Andrea Güldenpfennig nicht gewesen. Als es gegen Ende der zweiten Halbzeit beim Spielstand von 23:23 kritisch wurde, „drehte“ Andrea noch einmal „auf“. Sie warf die zwei wichtigsten Tore von Linksaußen und aus der Mitte. Die frühere Jugendnationalspielerin beeindruckte durch blitzschnelle Anspiele und eiskalte Torgefährlichkeit.

Zunächst wurde allerdings Stand-Handball gespielt: Kaum eine schnelle Aktion, bei der die ganze Mannschaft beteiligt war. Erst nach zwei erfolgreichen Tempogegenstößen, die nach klugen Pässen von Andrea Güldenpfennig durch Wiebke Rickert vollendet wurden, wachten die Oldesloerinnen auf.

Sehr früh, (Mitte der ersten Halbzeit), versuchten die Lübeckerinnen, Andrea durch kurze Deckung auszuschalten. Doch sie zog immer wieder zwei Deckungsspielerinnen auf sich, so daß vor allem Andrea Hasenberg vom Kreis erfolgreich war. Am 13:11-Vorsprung hatte dann zur Halbzeit Antje Schütt wesentlichen Anteil: Stark bei Tempogegenstößen, warf sie drei Tore hintereinander.

Nicht zuletzt durch zwei schwache Schiedsrichter, die scheinbar Angst vor der gelben Karte hatten und sich mit Ermahnungen zufriedengaben, konnte der VfL in der zweiten Halbzeit nicht alles klar machen. Dies lag zusätzlich an der schwachen Leistung der zuletzt so starken Torhüterin Gudrun Fandrey. Als die Lübeckerinnen mit Renate Warncke, die 1979 noch Deutscher Meister mit dem VfL wurde, mehr Druck machten, ließ Gudrun den Ball immer wieder durch die Beine rutschen. „Bleib doch stehen!“ hieß es dann bei Aufsetzern von der Tribüne.

Kurz vor Schluß blieb die Partie spannend. Denn nun wurden die Fehlentscheidungen der Schiedsrichter eklatant: Ein Tempogegenstoß der Oldesloerinnen, der die Entscheidung hätte bringen können, wurde abgepfiffen, weil Andrea Güldenpfennig angeblich „Fußball“ gespielt hätte. Am Ende reichte es für Ulli Meyers Mannschaft doch noch zu einem 27:26-Erfolg.

Die Tore warfen Andrea Güldenpfennig (9), Andrea Hasenberg (5), Wiebke Rickert (3), Antje Schütt (3), Susanne Paetz (3/2), Jeanette Müller (2/1), Petra Payka (1), Elsbeth Fahrenkrog (1).

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.3.1984

 

Freitag, 9. März 1984

Schafft der VfL noch eine Runde weiter?

Die VfL-Handballdamen wollen ihrem Ruf als „Pokalschreck“ auch beim SSV Marienheide gerecht werden

(mth). Handballspiele gibt es am Wochenende weder in der Stormarnhalle (obwohl die Narren dort inzwischen wieder ausgezogen sind) noch in der Heinrich-Vogler-Halle. Ein Handballspiel aber ist es am Wochenende dennoch, das das größte Interesse vieler Oldesloer Sportfreunde an diesem Wochenende beansprucht. Am Sonntag nämlich steigt die zweite Hauptrunde des DHB-Pokalwettbewerbs der Damen auf Bundesebene und – wie vor zwölf Monaten – zum zweiten Mal hintereinander hat die Oberliga-Mannschaft des VfL Oldesloe diese Runde erreicht.

Das Losglück war der Truppe von Trainer Ulli Meyer dabei nicht hold. Als vor etwas mehr als einer Woche in der DHB-Zentrale in Dortmund die Lose gezogen wurden, wurde dem VfL nicht etwa einer der neun Nord-Bundesligisten oder einer von vier Regionalligisten zugeordnet, sondern mit dem SSV Marienheide die einzige ranggleiche Truppe, die mit den Stormarnerinnen noch in diesem Wettbewerb ist.

Da mußte dann das Losglück über das Heimrecht entscheiden – in allen anderen Fällen wäre es dem VfL als klassenniederer Mannschaft automatisch zugefallen – und die Waagschale neigte sich zugunsten der Marienheider. Der überlegene Spitzenreiter der Verbandsliga Mittelrhein und potentielle Aufsteiger in der Regionalliga West – der SSV Marienfelde führte seine Klasse mit nur einem Minuspunkt an und hat den Meistertitel in dieser, der schleswig-holsteinischen Oberliga vergleichbaren Klasse fast sicher – ist für die Oldesloer Handballfreunde und im wesentlichen auch für die VfL-Mannschaft und ihre Betreuer natürlich ein unbeschriebenes Blatt.

Allein die Gegend allerdings, in die der VfL reisen muß, – Handball-Mekka Gummersbach und die Damenhandball-Hochburg Engelskirchen liegen in unmittelbarer Nähe – läßt auf einen starken Gegner schließen. Hört man noch dazu, daß es sich beim SSV Marienheide um einen Club handelt, der allerlei „finanziellen Hintergrund“ aktiviert, um seine Damenmannschaft zu stärken – unter anderem hat man Silke Jönßon (vorher VfL Engelskirchen und MTV Herzhorn) verpflichtet – so mag man daraus ersehen, daß der VfL keineswegs als Favorit in die am Sonntag um 11.15 Uhr beginnende Partie geht.

Aber der VfL hat sich in den letzten Jahren ja mehr und mehr zu einer typischen Pokalmannschaft entwickelt, die sich in entscheidenden Momenten stets zu steigern wußte. Findet die Mannschaft, in der Petra Payka wegen einer Gehirnerschütterung aus dem letzten Spiel fehlen wird, über ihren großen Kampfgeist schnell zu effektivem Spiel, und sind die Leistungsträgerinnen, allen voran Andrea GüIdenpfennig, in guter Form, ist uns um ein gutes Abschneiden der Truppe von Trainer Ulli Meyer nicht bange.

Damit die Mannschaft in Marienheide nicht so ganz allein dasteht, können Schlachtenbummler die Truppe zu dem Pokalschlager begleiten. Abfahrt des Reisebusses ist am Sonnabend um 14 Uhr vor der Stormarnhalle. Mit der Rückkehr wird am Sonntag gegen 19 Uhr gerechnet. Interessenten sollten sich umgehend mit Trainer Ulli Meyer in Verbindung setzen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.3.1984

 

Sonntag, 11. März 1984

SSV Marienheide – VfL Oldesloe 18:19 (6:9)

VfL-Handballdamen bleiben „Pokalschreck“

19:18-Sieg in Marienheide nach hochdramatischer Partie

Nun geht es gegen einen Bundesligisten

(mth). Die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe blieb auch in der zweiten Hauptrunde des DHB-Pokalwettbewerbs auf Bundesebene ihrem Ruf als „Pokalschreck“ nichts schuldig. Beim Spitzenreiter der Verbandsliga Mittelrhein – vergleichbar der schleswig-holsteinischen Oberliga –‚ SSV Marienheide, kam die Truppe von Trainer Ulli Meyer nach einer hochdramatischen Partie zu einem 19:18-Erfolg.

Die Stormarnerinnen zogen damit in die Runde der 16 besten Mannschaften im gesamten Bundesgebiet ein. Auch die dritte Hauptrunde, die am 7./8. April ausgetragen wird, wird noch – analog der Bundesliga-Aufteilung – in Nord- und Südvereine aufgeteilt und getrennt ausgelost. In einem Topf mit dem VfL Oldesloe befinden sich dabei bei der Auslosung ausschließlich noch Bundesliga-Mannschaften. Neben den Spitzenteams Bayer Leverkusen, Engelskirchen und VfL Oldenburg sind dieses der MTV Herzhorn, Holstein Kiel, TSV Jarplund-Weding und TH Eilbek.

Als klassenniedrigste Mannschaft in diesem renommierten Kreis bekommt der VfL aber nicht mehr, wie es in den bisherigen Runden war, automatisch Heimrecht. Vielmehr muß man auf ein wenig Losglück hoffen, damit ein attraktiver Gegner – der ist ja schon sicher – in der Stormarnhalle auftritt.

Die Begegnung in Marienheide (in der Nähe von Gummersbach) nahm für die Oldesloerinnen von Anfang an einen guten Verlauf. Zwar hatte man in der Deckung zunächst einige Schwierigkeiten, die Rückraumschützen der Gastgeberinnen, die vor dem Aufstieg in die Regionalliga West stehen, abzublocken, aber dank einer überragenden Andrea Güldenpfennig, die sich auch durch eine kurze Deckung nicht in ihrem Aktionsradius einengen ließ, übernahm der VfL schnell die Führung.

Andrea warf die ersten drei Treffer für den VfL ganz allein und sorgte so für eine 3:1-Führung nach wenigen Minuten. Anschließend traten die schon erwähnten Schwächen im Abblocken der gegnerischen Rückraumschützen auf, so daß SSV Marienheide zum 3:3 ausgleichen und, nach einer fast achtminütigen Phase, in der überhaupt kein Tor fiel, sogar mit 4:3 in Führung gehen konnte.

Das Spiel war gerade in dieser Phase nicht sonderlich schön und auch nicht technisch hochstehend – diese Attribute verdiente sich die Partie bis zum Ende nicht –‚ aber schon jetzt kampfbetont und spannend, und in dieser Beziehung sollte es noch eine wesentliche Steigerung zum Schluß erfahren.

Die Gastgeberinnen, bei denen Silke Jönßon, die frühere Herzhornerin, von Wiebke Rickert hervorragend bewacht wurde, und nur in der Anfangsphase zu zwei Toren (davon ein Siebenmeter) kam, konnten sich ihrer Führung nicht lange erfreuen. Der VfL glich zum 4:4 schnell aus und übernahm bis zu einer 9:6-Pausenführung deutlich das Spielgeschehen.

Von den neun Oldesloer Toren bis zum Seitenwechsel hatte Andrea Güldenpfennig nicht weniger als sechs erzielt. Bei den Gastgeberinnen machte sich nachteilig bemerkbar, daß Silke Jönßon sich Mitte der ersten Halbzeit eine Verletzung zuzog und nur noch sporadisch eingesetzt werden konnte.

Eigentlich sprach nun nichts mehr dagegen, daß der VfL einen sicheren Sieg würde nach Hause schaukeln können, denn nach der Pause konnte der Vorsprung sogar auf 10:6 und 11:7 ausgebaut werden. Aber nur etwa bis zur 45. Minute konnte sich der VfL, der zu diesem Zeitpunkt mit 15:12 führte, in Sicherheit wiegen.

Dann kamen die Marienheider, angefeuert von gut 300 Zuschauern, mächtig auf und schnell war das Spiel bei 15:15 ausgeglichen. Die Schlußphase war an Dramatik dann kaum noch zu überbieten. Wiebke Rickert warf zum 16:15 ein, im Gegenzug fiel der Ausgleich zum 16:16. Dann brachte Andrea Hasenberg den VfL mit 17:16 in Führung, aber wieder fiel prompt im Gegenzug der Ausgleich.

Und das Hin und Her ging weiter. In der 57. Minute warf Jeanette Müller das 18:17, aber auch diese Führung wurde schnell wieder egalisiert. Dann warf Andrea Güldenpfennig eine Minute vor Schluß am Marienheider Tor vorbei, fing aber 30 Sekunden vor Spielschluß den folgenden Gegenangriff ab, bediente die nach vorne gestürmte Wiebke Rieckert und „Zwiebel“, wie sie als kleinste Spielerin ihrer Mannschaft gerufen wird, schloß ihren Tempogegenstoß tollkühn mit einem Heber zum alles entscheidenden 19:18 ab.

Der Jubel der Mannschaft und Trainer, aber auch bei den rund 25 Anhängern, die ihre Truppe 60 Minuten lang auch gegen die erdrückende Mehrheit der Marienheider Zuschauer leidenschaftlich unterstützt hatten, kannte nun keine Grenzen mehr. Trainer Ulli Meyer ließ sich in diesem Pokalspiel auf keinerlei Experimente ein. Er spielte fast die gesamten 60 Minuten mit einer Formation durch.

Im Tor war Gudrun Fandrey wieder in hervorragender Form. Zuverlässig und kampfstark wie immer in der Deckungsmitte Mannschaftsführerin Anja Müller (1 Tor) und Andrea Hasenberg (2 Tore). Auf den Außenpositionen wußten Katja Schoppenhauer und besonders Wiebke Rickert (3 Tore) zu überzeugen. Überragend war einmal mehr Andrea Güldenpfennig (8/4 Toren) auf halblinks. Gewechselt wurde nur auf der halbrechten Position, wo Jeanette Müller (4/2 Tore) nach zehn Minuten Antje Schütt ablöste und dann ebenfalls durchspielte.

Martina Pusch, Susanne Paetz, Bettina Witten und Elsbeth Fahrenkrog kamen nicht zum Einsatz. Ebenso nicht Petra Payka, die froh war, nach ihrer Gehirnerschütterung aus dem Spiel vom Wochenende zuvor die Reise nach Marienheide wenigstens als Schlachtenbummlerin mitmachen zu können.

STORARNER TAGEBLATT vom 12.3.1984

 

Freitag, 16. März 1984

Losglück war den VfL-Damen hold

3. Pokal-Hauptrunde: Bundesligist MTV Herzhorn kommt nach Oldesloe

(mth). Der große Handballknüller für das zweite April-Wochenende (7./8.) in der Oldesloer Stormarnhalle steht seit gestern fest. Bei der Auslosung der dritten Hauptrunde auf Bundesebene in der DHB-Zentrale In Dortmund war dabei den Damen des VfL Oldesloe das Losglück hold. Gegner der Truppe von Trainer Ulli Meyer ist der Bundesliga-Achte MTV Herzhorn und den Oldesloern bescherte die Glücksgöttin Fortuna Heimrecht.

Selbstverständlich war dieses Heimrecht für die Oldesloer Damen ja nicht mehr, denn ab dieser Runde entfiel das Vorrecht der klassenniederen Mannschaften – und der VfL war als Oberligist die mit Abstand klassenniedrigste – auf automatisches Heimrecht. Die Stormarnhalle wird am 7. April (voraussichtlicher Spieltag), da sind wir uns ganz sicher, aus allen Nähten. platzen.

Bevor es zu dem Pokalschlager kommt, haben die Oldesloer Damen in der Oberliga aber noch eine ganze Reihe von Pflichtaufgaben zu erfüllen. Dazu sind die Punktspiele inzwischen so ein wenig herabgesunken, denn aus der Meisterschaft in der höchsten schleswig-holsteinischen Spielklasse ist inzwischen die Luft raus. Der TSV Altenholz hat die Konkurrenz klar und sicher beherrscht und seit dem letzten Wochenende ist auch der letzte theoretische Zweifel am Titelgewinn beseitigt.

So kommt auch der Begegnung der VfL-Damen in Altenholz am Sonnabend um 18 Uhr eigentlich nur noch statistische Bedeutung zu. Allerdings wollen die Oldesloerinnen, nachdem es mit dem vor Saisonbeginn erhofften Meistertitel nicht geklappt hat, nun wenigstens ihren Vizemeistertitel aus dem Vorjahr verteidigen. Mit dem TSV Neustadt hat man für noch einen ernsthaften Konkurrenten, so daß ein Punktgewinn oder ein Sieg in Altenholz dem VfL sehr gut täte. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.3.1984

 

Sonnabend, 17. März 1984

Damen-Oberliga

TSV Altenholz – VfL Oldesloe 16:21 (11:11)

Die VfL-Damen siegten beim Meister…

(mth). … Die Damenmannschaft des VfL kann ihr eigentliches Saisonziel, den Gewinn der Meisterschaft in der Oberliga zwar nicht mehr erreichen, der Sieg (21:16) beim als Meister schon feststehenden TSV Altenholz aber tut gut für das Selbstvertrauen und frischte das Prestige auf. Außerdem wird dieser Sieg weiter Auftrieb für das Pokalspiel gegen die Bundesliga-Mannschaft des MTV Herzhorn geben, das nun endgültig am 7. April um 19.30 Uhr in der Stormarnhalle stattfinden wird. … Die Damenmannschaft des VfL muß schon am Mittwoch erneut ran. Um 20 Uhr tritt die Truppe von Trainer Ulli Meyer beim Tabellenvierten VfL Bad Schwartau II an.

Erwartungsgemäß ging der neue Landesmeister mit 2:0 und 5:3 in Führung. Doch die Oldesloerinnen wachten rechtzeitig auf. Vier Tore in Folge brachten sie 7:5 in Front. Sie erhöhten sogar auf 9:6. Jetzt war Altenholz wieder an der Reihe. Fünf Tore hintereinander bedeuteten einen 9:11-Rückstand für die Oldesloerinnen. Diese konnten jedoch in der Überzahl bis zur Pause zum 11:11 ausgleichen.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte wurde es dann sehr spannend. Durch gekonntes Tempospiel gingen die Oldesloerinnen wieder mit 13:11 in Führung. Jeanette Müller scheiterte mit einem Siebenmeter an der Altenholzer Torhüterin. Andrea Güldenpfennig erhöhte auf 14:12.

Jetzt kam die starke Phase von Torhüterin Gudrun Fandrey. Sie konnte einen Siebenmeter halten, ebenso den Nachwurf. Im Gegenzug gab es wieder einen Siebenmeter, auch diesen konnte sie abwehren. Durch gekonntes Tempospiel über die gesamte Spielzeit kam der VfL nun endgültig auf die Siegerstraße. Altenholz verkürzte zwar noch einmal auf 16:19 aber zwei Tore von Linksaußen Katja Schoppenhauer bedeuteten den 21:16 Endstand. Den Schlußpunkt setzte wieder Gudrun Fandrey. Sie hielt in der Schlußminute erneut einen Siebenmeter.

In prächtiger Wurflaune war auch wieder Spielmacherin Andrea Güldenpfennig mit 9 Toren. Weiter warfen: Jeanette Müller (2/2), Andrea Hasenberg (2), Susanne Paetz (1/1), Antje Schütt (1), Anja Müller (2), Wiebke Rickert (1) und Petra Payka (1). Außerdem kamen Martina Pusch und Elsbeth Fahrenkrog zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.3.1984

 

Mittwoch, 21. März 1984

Oberliga

VfL Bad Schwartau II – VfL Oldesloe 9:20 (4:10)

Die VfL-Handballdamen sind weiterhin in Superform

(st). Die Oberliga-Mannschaft Damen des VfL Oldesloe befindet sich weiter in Superform. In einem Nachholspiel schlug die Truppe von Trainer Ulli Meyer die zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau mit 20:9 (10:4). Die Schwartauerinnen, die immerhin den vierten Tabellenplatz in der Oberliga einnehmen, waren in eigener Halle ohne Chance und hätten durchaus noch höher verlieren können, hätte der VfL es in der zweiten Halbzeit nicht viel ruhiger angehen lassen. Die VfL-Damen verteidigten mit diesem Sieg ihren zweiten Tabellenplatz hinter dem als Meister schon feststehenden TSV Altenholz.

Beim Tabellenvierten VfL Bad Schwartau spielten die Oldesloer Damen erstaunlich stark auf. Bereits in der ersten Minute schloß Mannschaftsführerin Anja Müller einen Tempogegenstoß mit einem Rückraumwurf zum 1:0 ab. Erst in der achten Minute fiel der zweite Treffer durch Wiebke Rickert. Innerhalb kurzer Zeit erhöhten die VfL-Damen dann auf 7:2. Gudrun Fandrey konnte einen Siebenmeter mit einem tollen Reflex halten. Im Gegenzug scheiterte Anja Müller mit einem Siebenmeter am Pfosten.

Der Wurf war jedoch so scharf, daß Katja Schoppenhauer den zurückprallenden Ball zum 10:2 verwandeln konnte. Zwei Minuten vor der Halbzeit kam Schwartau noch zu zwei Toren.

Die zweite Spielhälfte ließen die Oldesloerinnen viel ruhiger angehen. Andrea Güldenpfennig erzielte drei herrliche Treffer mit einem Wurf von Linksaußen, einem Heber und einem direkt verwandelten Freiwurf (13:6). Bad Schwartau verkürzte noch einmal auf 8:13, war aber dann bereits mit den Kräften am Ende. Bei den Oldesloer Damen stand die Deckung gegen einen schwachen Schwartauer Angriff gut auf dem Posten.

Je eine Halbzeit standen Gudrun Fandrey und Martina Pusch im Tor. Sämtliche zehn Feldspielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen. In der Schlußphase erzielten sie noch sieben Tore zum hohen 20:9-Sieg. Trainer Ulli Meyer konnte mit verschiedenen Aufstellungen experimentieren, es klappte alles.

Die Tore warfen: Elsbeth Fahrenkrog (1), Wiebke Rickert (2), Jeanette Müller (1/1), Andrea Hasenberg (2), Antje Schütt (1/1), Anja Müller (3), Susanne Paetz (1), Petra Payka (1), Andrea Güldenpfennig (7) und Katja Schoppenhauer (1).

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.3.1984

 

Freitag, 23. März 1984

Die VfL-Damen wollen den zweiten Platz festklopfen

(mth). Über einen Mangel an Beschäftigung kann sich die Damenhandballmannschaft des VfL Oldesloe im Moment wirklich nicht beklagen. Zum dritten Spiel innerhalb von acht Tagen erwartet die Truppe von Trainer Ulli Meyer am Sonnabend um 17 Uhr in der Stormarnhalle den TSV Neustadt zum entscheidenden Duell um den zweiten Tabellenplatz hinter dem als Meister schon feststehenden TSV Altenholz.

Alle Trümpfe in der Hand hat dafür der VfL, der sich in den letzten Spielen geradezu in eine Superform hineingesteigert hat. Vier Punkte haben die Oldesloerinnen zur Zeit Vorsprung vor den Neustädterinnen, und könnten sie auch nur in etwa an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen, müßte dieser Vorsprung am Sonnabend von Andrea Güldenpfennig und Co. noch ausgebaut werden können, so daß die Vizemeisterschaft bei dann noch zwei ausstehenden Punktspielen endgültig unter Dach und Fach wäre.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.3.1984

 

Sonnabend, 24. März 1984

Damen-Oberliga

VfL Oldesloe – TSV Neustadt 24:17 (13:9)

Sicherer 24:17-Sieg

Die VfL-Damen sind nun endgültig Vizemeister

(mth). … Die VfL-Damen gingen in dieser Partie schnell mit 4:1 in Führung und schienen einem sicheren Sieg entgegenzustreben. So kam es dann schließlich auch. Allerdings lief es nicht durchgängig so glatt für den VfL. Bis etwa zur 25. Minute hielten die Gäste recht gut mit und gingen mit 7:6 und 8:7 sogar zweimal in Führung. Bis zur Pause aber war der VfL aber wieder sicher auf 13:9 davongezogen.

Kurios vergingen die ersten zwanzig Minuten nach dem Seitenwechsel. In den ersten zehn Minuten bekamen die Neustädterinnen kein Bein an die Erde, so daß der VfL fünf Tore hintereinander erzielen konnte und seinen Vorsprung auf 18:9 ausbaute, dann aber war bei den Oldesloerinnen Sendepause und nun erzielte der TSV Neustadt seinerseits fünf Tore hintereinander zum 18:14. In Gefahr aber geriet der VfL-Sieg deshalb nicht mehr. Im Gegenteil: Bis zum Schlußpunkt konnte der Vorsprung noch wieder weiter ausgebaut werden.

Die Tore für den VfL erzielten Andrea Güldenpfennig (6/1), Petra Payka (4), Anja Müller, Antje Schütt (je 3), Susanne Paetz (3/2), Andrea Hasenberg (2), Katja Schoppenhauer, Elsbeth Fahrenkrog (je 1) und Jeanette Müller (1/1). Leer ging lediglich Wiebke Rickert aus. Im Tor unterstrich Gudrun Fandrey einmal mehr ihre hervorragende Form.

Da die Serie unbedingt bis zum Monatsende abgeschlossen sein soll, muß die VfL-Damenmannschaft bereits am Dienstag um 20.15 Uhr beim MTV Itzehoe zu einem Nachholspiel antreten, ehe dann am kommenden Sonnabend die Punktspielrunde mit dem Heimspiel gegen TS Lübeck endgültig abgeschlossen wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.3.1984

 

Dienstag, 27. März 1984

Damen-Oberliga

MTV Itzehoe – VfL Oldesloe 14:20

(mth). … Die VfL-Damen unterstrichen ihre gute Form, als sie in einem Nachholspiel beim MTV Itzehoe ganz locker zu einem 20:14-Erfolg kamen. Der Gastgeber konnte in diesem Spiel nur bis zur 10. Minute mithalten (3:3) und wurde dann fast nach Belieben ausgespielt. Dabei mußte Trainer Ulli Meyer in diesem Spiel auf Anja Müller (Fußverletzung) und Wiebke Rickert (Grippe) verzichten. Dafür wurde erstmalig die bisherige Jugendspielerin Kirstin Timm eingesetzt, die mit zwei Toren auch gleich einen hervorragenden Einstand hatte. Die übrigen Tore erzielten: Andrea Güldenpfennig (6), Elsbeth Fahrenkrog, Susanne Paetz (je 3), Katja Schoppenhauer, Andrea Hasenberg (je 2), Antje Schütt und Jeanette Müller, Außerdem kamen noch Gudrun Fandrey und Petra Payka zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.03.1984

 

Freitag, 30. März 1984

(mth). Die Handballmannschaften des VfL Oldesloe bestreiten am Wochenende ihre letzten Heimpunktspiele der Saison 1983/84. …

Ohne besondere Bedeutung ist am Sonnabend um 18 Uhr das Spiel der VfL-Damenmannschaft gegen die Lübecker Turnerschaft. Schon am letzten Sonnabend konnte sich die Truppe von Trainer Ulli Meyer endgültig die Vizemeisterschaft in der schleswig-holsteinischen Oberliga sichern und auch für die Lübeckerinnen geht es in dieser Partie um nichts mehr.

Die VfL-Damen betrachten dieses Spiel dann auch mehr als eine Vorbereitung für das Pokalspiel gegen den Bundesligisten MTV Herzhorn am nächsten Wochenende. Gewinnen aber wollen sie die Partie natürlich dennoch und in der Form der letzten Wochen müßte dieses auch leicht möglich sein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.3.1984

 

Sonnabend, 31. März 1984

Damen-Oberliga

VfL Oldesloe – Lübecker Turnerschaft 24:15 (12:7)

(mth). Mit Siegen konnten am Wochenende die Damen-Oberliga- und die Herren-Bezirksliga-Mannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe die Punktspielsaison beenden. Die Oldesloer Herren sicherten sich mit einem 30:25-Sieg über den TSV Malente endgültig den Klassenerhalt, während die VfL-Damen ja auch schon vor dem 24:15-Erfolg über die Lübecker Turnerschaft als Vize-Landesmeister feststanden. …

Die Serie aber ist noch lange nicht beendet. Bis zu den Sommerferien gibt es noch zahlreiche Freundschaftsspiele und Turnierbesuche und die Damenmannschaft ist ja noch im Pokalwettbewerb, in dem am Sonnabend dieser Woche um 19.30 Uhr der große Knüller gegen den Bundesligisten MTV Herzhorn in der Stormarnhalle steigt.

Die Oldesloerinnen hatten auch in diesem Spiel keinerlei Mühe, um zum Erfolg zu kommen. Bestenfalls zehn Minuten lang, in denen sie aus einem schnellen 1:3-Rückstand ein 3:3 machten, konnten die Lübeckerinnen wenigstens in etwa mithalten. Danach bestimmte der VfL das Geschehen fast nach Belieben und gewann wie er wollte.

Nachdem beim Spiel zuvor in Itzehoe Kirstin Timm ihr Debüt in der VfL-Damenmannschaft gegeben hatte, bekam in dieser Partie mit Susanne Pommerening eine zweite ehemalige A-Jugendspielerin Gelegenheit, erstmalig in die Damenmannschaft „hineinzuschnuppern“. Wie Kirstin Timm in Itzehoe mit viel Erfolg. „Pommi“ warf gleich drei blitzsaubere Tore und machte auch sonst deutlich, daß sie für die Mannschaft eine Verstärkung sein wird.

Die weiteren Tore für den VfL warfen in dieser Partie: Andrea Güldenpfennig (8), Susanne Paetz (4/3), Antje Schütt (2), Elsbeth Fahrenkrog, Katja Schoppenhauer (je 2/1), Jeanette Müller, Petra Payka (je 1) und Andrea Hasenberg (1/1). Außerdem kamen noch Anja Müller und die beiden Torhüterinnen Gudrun Fandrey und Martina Pusch zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.4.1984

 

Freitag, 6. April 1984

Morgen um 19.30 Uhr in der Stormarnhalle

Die VfL-Damen haben sich für den Pokalschlager gegen den Bundesligisten MTV Herzhorn viel vorgenommen

(mth). Die Punktspielsaison im Handball ist in den Klassen, in denen Stormarner Mannschaften mitspielen, so gut wie abgeschlossen, der Saisonhöhepunkt aber steht erst noch bevor. Er steigt morgen um 19.30 Uhr in der Stormarnhalle, wenn die Damen-Oberliga-Mannschaft des VfL Oldesloe in der dritten Hauptrunde des Pokalwettbewerbs auf Bundesebene auf die Bundesliga-Vertretung des MTV Herzhorn trifft.

Die Stormarnhalle, da sind wir uns ganz sicher, wird morgen wieder bis zum Bersten gefüllt sein, und die VfL-Damen, die auch in dieser Saison – speziell im Pokalwettbewerb – ihr Publikum wieder oft verwöhnt haben, wollen alles daransetzen, ihrem Ruf als Pokalschreck ein weiteres Mal gerecht zu werden.

An einen Sieg über den Bundesligisten denkt man im Oldesloer Lager dabei vordergründig aber natürlich nicht. Die Ausgangsposition ist schließlich klar: Als zwei Klassen höher spielende Mannschaft ist der MTV Herzhorn natürlich eindeutiger Favorit und der VfL nur krasser Außenseiter.

Durch einen Erfolg am letzten Wochenende über den TH Eilbek Hamburg sicherten sich die Herzhornerinnen nach langem Zittern für ein weiteres Jahr die Zugehörigkeit zur höchsten deutschen Spielklasse, und mit diesem Klassenerhalt im Rücken können sich die Spielerinnen aus dem Kreis Steinburg nun ganz auf ein erfolgreiches Abschneiden im Pokal konzentrieren.

VfL-Trainer Ulli Meyer hat den morgigen Gegner mehrfach unter die Lupe nehmen können und ist von ihrer Spielstärke beeindruckt. Ganz besonders wird er seine Mannschaft vor Ex-Nationalspielerin Renate Kuhnke warnen, die Dreh- und Angelpunkt im Spiel des MTV Herzhorn ist. Daneben wird man beim VfL noch besonderes Augenmerk auf die lang aufgeschossene Rückraumschützin Silke Dittmer richten müssen, die mit ihren langen Armen über einen gewaltigen Wurf verfügt. Aber auch alle anderen Spielerinnen dürfen vom VfL natürlich nicht unterschätzt werden.

Bei den Oldesloerinnen steht der Kader für das Schlagerspiel des Jahres noch nicht hundertprozentig fest. Mannschaftsführerin Anja Müller und Wiebke Rickert hatten im Verlauf dieser Woche noch mit Verletzungen zu kämpfen, und über ihren Einsatz wird erst am Spieltag selbst entschieden. Sollten sie nicht fit für das Spiel sein, kämen Kirstin Timm und Susanne Pommerening, die in den letzten Punktspielen ja glänzende Einstände in der Damenmannschaft feierten, zum Einsatz.

Ansonsten aber ist beim VfL alles an Bord, und wenn die Mannschaft an die Form der letzten Punkt- und Pokalspiele anknüpfen kann, wird sie sich sicherlich wieder – bei entsprechender Publikumsunterstützung, von der sich die Truppe schon immer zu Höchstleistungen hat animieren lassen – hervorragend verkaufen.

Vielleicht ist für die Stormarnerinnen ja auch das Schiedsrichtergespann Reimers/Schunke (Hamburg) ein gutes Omen, denn diese beiden Herren pfiffen 1980 in der Stormarnhalle ein Endspiel der weiblichen A-Jugend des VfL gegen die Reinickendorfer Füchse, die dem VfL den zweiten Deutschen Meistertitel einbrachte.

Wie bei großen Handballspielen des VfL seit Jahren üblich, gibt es Karten für das Spiel nur an der Tageskasse. Diese wird am Sonnabend um 18 Uhr ihre Pforten öffnen. Um die Zeit bis zum Spielbeginn den schon früh anwesenden Zuschauern nicht zu lang werden zu lassen, bestreiten schon bald nach Kassenöffnung die Minimädchen des VfL Oldesloe und des VfL Rethwisch ein Vorspiel.

Noch vor dem Damenpokalspiel wird auch die weibliche C-Jugend des VfL, die am letzten Wochenende Kreismeister wurde, von der Abteilungsleitung geehrt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.4.1984

 

Sonnabend, 7. April 1984

VfL Oldesloe – MTV Herzhorn 16:18 (7:9)

Die Entscheidung fiel gleich nach der Pause

VfL-Damen kämpften und spielten bravourös, aber MTV Herzhorn war zu stark und gewann schließlich 18:16

(mth). Es hat nicht sein sollen! Wie im vergangenen Jahr – damals gegen den VfL Engelskirchen – war auch die dritte Hauptrunde auf Bundesebene (Achtelfinale) Endstation einer sensationellen Pokalerfolgsserie der Damenhandballmannschaft des VfL Oldesloe. Nach einer streckenweise glänzenden und begeisternden Leistung mußte sich die VfL-Truppe dem Bundesligisten MTV Herzhorn – Achter in der Abschlußtabelle der Damen-Bundesliga Nord – mit 16:18 (7:9) geschlagen geben.

Die Entscheidung in der Partie in der mit annähernd 700 Zuschauern randvollen Stormarnhalle – 625 hatten Eintritt bezahlt, hinzu kamen sicher noch einmal 70 bis 80 Nichtzahler – fiel dabei in der ersten Viertelstunde nach der Halbzeit, als die Herzhornerinnen von 9:7 auf 16:8 davonzogen.

Die großartig kämpfende VfL-Mannschaft gab aber selbst bei diesem Spielstand noch lange nicht auf. Sie überwand ihre kurze Schwächeperiode und war sieben Minuten vor Spielschluß bei einem Spielstand von nur noch 14:17 drauf und dran, noch einmal heranzukommen, aber letztendlich erwies sich der Rückstand dann doch als zu groß.

Kein Grund, den Kopf hängen zu lassen

Trotz der Niederlage, mit der man natürlich hatte rechnen müssen, schließlich war man als zwei Klassen tiefer spielende Mannschaft als krasser Außenseiterin die Partie gegangen, auch wenn man im Hinterkopf den Gedanken an einen Sieg nie ganz aufgegeben hatte, besteht für den VfL kein Grund, nun etwa den Kopf hängen zu lassen. Die Mannschaft hat sich wieder einmal ganz großartig aus der Affäre gezogen und sich wirklich teuer verkauft.

Das Spiel war wahrhaftig ein würdiger Abschluß unter eine Saison, in der in der Punktrunde zwar nicht alle Blütenträume reiften, die wegen des tollen Weges im Pokalwettbewerb – ähnlich wie die vorangegangene – aber nicht so schnell vergessen werden wird.

Zum Spielverlauf selbst: Der Bundesligist hatte Anstoß und damit zuerst Ballbesitz, den ersten Treffer aber erzielte nach noch nicht einmal einer Minute Spielzeit Antje Schütt für den VfL. Der Jubel der Zuschauer schlug zum erstenmal hohe Wogen, aber nur Sekunden später ging ein Raunen durch die Ränge, als Ex-Nationalspielerin Renate Kuhnke zum erstenmal hingelangt hatte. Mit Renate Kuhnke ist dann auch schon der Name, der wohl alles in der Partie entschied, gefallen.

Wir hatten in unserer Vorankündigung wirklich nicht zuviel versprochen, als wir sie als Dreh- und Angelpunkt der Herzhorner Mannschaft herausstellten. Die eher kleine, frühere Nationalspielerin machte eine Halbzeit lang wirklich, was sie wollte. Mit ihren kurzen Wendungen, ihrem blitzschnellen Antritt, ihren ansatzlosen harten und placierten Würfen und ihrem unwahrscheinlichen Reaktionsvermögen war sie von den Stormarnerinnen einfach nicht in den Griff zu kriegen. Sie warf dabei von der Außenposition so sicher wie aus der zweiten Reihe und glänzte darüber hinaus noch als Anspielerin.

Renate Kuhnke war nicht zu bremsen

Die ersten sechs Tore warf sie dabei ganz alleine und von den neun Toren des Bundesligisten bis zur Pause gingen allein sieben auf ihr Konto. Allerdings konnte der VfL bis zur Halbzeit trotzdem voll den Anschluß halten. Auf die ersten sechs Treffer von Renate Kuhnke wußte der VfL nämlich stets eine Antwort. Andrea Güldenpfennig (2:2, 3:3 und 6:6), Jeanette Müller (4:5) und Petra Payka (5:5) glichen jeweils Führungen des MTV Herzhorn aus, beziehungsweise verkürzten den Rückstand.

Und auch zwischen den Treffern von Silke Dittmer (6:7), Renate Kuhnke (6:8) und Birgit Pockrandt (7:9) langte die wieder einmal in blendender Form spielende Andrea Güldenpfennig zum 7:8 noch einmal hin. Und weil der VfL gerade in der Halbzeit, in der die Ex-Nationalspielerin Tor um Tor erzielte, während ihre Mitspielerinnen fast leer ausgingen, immer hart am Gegner dranblieb, ist es müßig, wie ein paar Besserwisser gleich nach dem Spiel meinten, im Nachhinein nun Trainer Ulli Meyer irgendeine „Schuld“ für die Niederlage in die Schuhe zu schieben, weil er Renate Kuhnke nicht frühzeitig in kurze Deckung nahm.

Dazu entschloß er sich erst in der Halbzeit und Andrea Güldenpfennig erledigte diese Aufgabe so perfekt, daß die Herzhorner Spielmacherin nun zu keinem weiteren Feldtor mehr kam.

VfL-Damen hatten Schwächeperiode

Das Spiel aber wurde, wie oben schon angedeutet, in der ersten Phase der zweiten Halbzeit entschieden, als Renate Kuhnke nur noch als todsichere Siebenmeterwerferin als Torschützin in Erscheinung trat. Insgesamt vier solcher Strafwürfe verwandelte sie gegen die in diesen Fällen machtlose Gudrun Fandrey, die ansonsten wirklich alles hielt, was zu halten war, und ihre großartige Form aus den letzten Monaten bestätigte.

Und drei der vier verwandelten Siebenmeter trugen entscheidend mit zum Ausbau der Führung von 9:7 auf 16:8 bei. Silke Dittmer, Birgit Pockrandt, Marina Ladiges und Gabi Wichmann erzielten in dieser Phase die weiteren Tore für den MTV Herzhorn, dem nur Wiebke Rickert mit dem 8:12 einen Treffer entgegensetzen konnte.

Der VfL war in diesen zwölf, 13 Minuten etwas von der Rolle. Von einem schnellen Ballverlust Sekunden nach dem Wiederanpfiff genervt, brauchte die Mannschaft lange, bis sie den Faden wieder gefunden hatte.

Schiedsrichter maßen mit zweierlei Maß

Entnervt wurden sie zusätzlich noch vom Schiedsrichtergespann Reimers/Schunke aus Hamburg, das Bundesliga-Härte der Herzhornerinnen und Härte der VfL-Spielerinnen ganz offensichtlich mit zweierlei Maß maß. Wir wollen uns nicht dazu versteigen, zu behaupten, die Partie hätte einen anderen Sieger gehabt, wären auf beiden Seiten gleichlange Ellen von den Unparteiischen angelegt worden – denn das hieße, den im Endeffekt nicht unverdienten Sieg der Herzhornerinnen zu schmälern –‚ aber was die Unparteiischen bei den Bundesligisten an Stürmerfouls und unfairen Attacken in der Abwehr durchgehen ließen, wo sie beim VfL sehr pingelig waren, ging manchmal nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut.

Aber der VfL ließ sich nach Beendigung seiner Schwächephase auch davon nicht mehr beeindrucken. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Renate Kuhnke in der 44. Minute war das Signal für eine begeisternde Aufholjagd. Und das Signal kam dabei nicht nur vom Parkett, sondern auch von den Rängen. Die Oldesloer Zuschauer nämlich haben sich ein Sonderlob verdient. Auch angesichts eines schier aussichtslosen Rückstandes standen sie „wie eine Mauer“ hinter ihren VfL-Damen.

Stationen einer Aufholjagd

Antje Schütt (9:16); Andrea Güldenpfennig (10:16); Antje Schütt (11:17); Anja Müller (12:17); Andrea Güldenpfennig (13:17) und Petra Payka (14:17) hießen die Stationen dieser Aufholjagd, unterbrochen nur vom vierten verwandelten Siebenmeter von Renate Kuhnke zum 10:17. Die Halle stand nun Kopf und das Spiel stand, da noch rund sieben Minuten zu spielen waren, wirklich noch einmal auf des Messers Schneide.

Mehrfach hatte der VfL in den darauffolgenden drei Minuten nun Gelegenheit, noch dichter an den Gegner heranzukommen. Der Bundesligist war nämlich langsam nervös geworden verspielte einige Bälle und Gudrun Fandrey steigerte sich im Oldesloer Tor immer mehr. Aber auch die VfL-Angriffe waren nun plötzlich nicht mehr von Erfolg gekrönt, weil auch Gästetorhüterin Kerstin Tetau immer besser wurde.

Sie wehrte schließlich sogar einen Tempogegenstoß von Andrea Güldenpfennig ab, weil Andrea dabei aber wieder einmal unfair angegangen wurde – was gerade bei Gegenstößen mehrfach vorkam und viel zu milde, wenn überhaupt, geahndet wurde –‚ gab es den einzigen Siebenmeter für den VfL in diesem Spiel. Aber der Wurf von Susanne Paetz war nicht scharf und placiert genug, um Kerstin Tetau zu überwinden.

Entscheidung durch Silke Dittmer

Im Gegenzug schaffte die baumlange Silke Dittmer dann mit ihrem dritten Treffer das 18:14 und da dann nur noch drei Minuten zu spielen waren, war die Partie damit endgültig gelaufen. Der VfL spielte aber dennoch bis zur Schlußsirene voll durch und Mannschaftsführerin Anja Müller mit einem tollen Rückhandwurf und Andrea Güldenpfennig mit ihrem siebenten Treffer, mit dem sie, was die Feldtore anging, mit der überragenden Renate Kuhnke noch gleichzog, schafften unter tosendem Jubel noch zwei Resultatsverbesserungen.

Mit tosendem Jubel wurden die VfL-Damen dann auch nach dem Schlußpiff von ihrem treuen Publikum verabschiedet. Die Mannschaft hatte wirklich wieder einmal ihr Bestes gegeben. Sie braucht sich nun wirklich nicht zu schämen und grämen, gegen eine Bundesliga-Mannschaft ausgeschieden zu sein. Ein Unterschied von zwei Klassen war zwischen den beiden Teams nun wahrhaftig nicht zu entdecken, und als Trost dürfen sich die VfLerinnen getrost sagen, daß sie mit ein wenig mehr Glück durchaus das bessere Ende auch für sich hätten haben können.

Wiebke Rickert erlitt Armanbruch

Trost benötigten nach Spielende vor allem zwei Oldesloer Spielerinnen. Andrea Hasenberg hatte schon vor dem Spiel mit einer Magenverstimmung zu kämpfen, und sie, die sonst gerade mit ihrer physischen Stärke wuchern kann, mußte bald nach der Halbzeit entkräftet aufgeben. Noch ärger erwischte es aber Wiebke „Zwiebel“ Rickert, die sich in der Schlußphase den Unterarm anbrach und nun als Andenken an das große Pokalspiel einen Gipsverband tragen muß.

Außer den schon genannten Oldesloer Spielerinnen kamen noch Katja Schoppenhauer und Elsbeth Fahrenkrog zum Einsatz. Die zweite Torhüterin, Martina Pusch, kam nicht zum Einsatz. Im Vorprogramm des Pokalspiels unterlag in einem Freundschaftsspiel die weibliche D-Jugend des VfL Oldesloe der Vertretung des VfL Rethwisch mit 5:8 und die weibliche C-Jugend der Oldesloer wurde vom Jugendwart des Kreishandballverbandes, Kurt Mallien, für die vor einer Woche errungenen Kreismeisterschaft geehrt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.4.1984

 

Mittwoch, 9. Mai 1984

Oldesloer Handballer zu Gast in Dänemark

Freundschaft und Sport sorgten für unvergeßliche Eindrücke

(st). Diese 19. Begegnung (Anm.: vom 27. bis 29. April) seit 1967 war eine besondere, weil die Dänen ihr 40jähriges Jubiläum feierten. Nicht nur die Altherren, sondern auch je eine Damen- und Herrenmannschaft des VfL waren eingeladen, um anläßlich des Jubiläums Freundschaftsspiele gegen den HHK auszutragen. So weilte eine 31köpfige VfL-Delegation in Birkeröd.

Für drei Tage war die Sjaelsoe-Schul-Anlage in Birkeröd bei Kopenhagen Mittelpunkt für die drei VfL-Mannschaften. Hier fanden auch alle Festveranstaltungen statt. Beeindruckend war immer wieder, welch hoher Stellenwert dem Sport in Dänemark nicht allein seitens der Aktiven, sondern insbesondere seitens der Gemeinde- und Stadtverwaltungen eingeräumt wird.

Der Sonnabendvormittag gehörte den aus den umliegenden Gemeinden kommenden Vereinen, die Glückwünsche und Jubiläumsgaben überbrachten. In dieser Zeit sahen sich die VfLer im 20 Kilometer entfernten Kopenhagen um. Viele der jüngeren Teilnehmer waren zum erstenmal mit nach Kopenhagen gefahren. Am Nachmittag fanden dann in der Sporthalle die Handballspiele statt.

Fast 100 Teilnehmer erlebten am Abend dann den Höhepunkt mit dem Festessen und den Glückwunsch-Adressen der geladenen Gäste, darunter Birkeröds Bürgermeister Bengt Pedersen. Neben einer Reihe von bewährten HHK-Vereinsmitgliedern erhielten an diesem Abend die VfL-Altherren Helmut Gronewold und Jürgen Schnack für ihre besonderen Verdienste um die Begegnungen beider Vereine die silberne Ehrennadel des HHK.

Handball-Abteilungsleiter Jürgen Dorn überbrachte die Glückwünsche des VfL und überreichte als Jubiläumsgeschenk einen Zinnteller mit der Gravierung „40 Jahre HHK, von den VfL Altherren“. Als am Sonntag gegen 11 Uhr die Rückreise angetreten wurde. waren sich alle einig: es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Im Herbst 1984 (voraussichtlich im September) werden die die dänischen Handballspieler in der Kreisstadt Bad Oldesloe erwartet. …

Damen: HHK – VfL Oldesloe 6:21 (1:9)

Keine Mühe hatte die Damenmannschaft des VfL mit ihren Gastgebern. Torhüterin Anke Petersen mußte erst beim Stand von 7:0 den ersten Gegentreffer hinnehmen. Nach denn Pausenstand von 9:1 für den VfL kam HHK zu einigen schönen Toren. Die VfLerinnen leisteten es sich sogar, sechs Siebenmeter zu verwerfen. Die Tore erziehen: Susanne Paetz (8), Kirstin Timm (3). Susanne Pommerening (3), Kerstin Hennig (5), Monika Rohwedder (1), Birgit Horn (1), Andrea Struppek. …

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